Wiesbaden - Rund um das Kurhaus

Die Kurhaus Kolonade ist mit ca.129 m die längste Säulenhalle in Europa. Hier befindet sich das "Kleine Spiel" der Spielbank. Das heutige Kurhaus entstand zwischen 1904 und 1907 für 6 Millionen Goldmark unter Friedrich von Thiersch anstelle des 1810 erbauten alten Kurhauses. Es ist im neoklassizistischen Stil gehalten.Der mächtige ionische Portikus trägt das Wiesbadener Stadtwappen und die Aufschrift "Aquis Mattiacis" - die Quellen der Mattiaker. Das Kurhaus wurde 1987 originalgetreu restauriert.

In der Spielbank versuchten auch der russische Dichter Fjodor Dostojewski und der Komponist Richard Wagner ihr Glück. Bereits 1771 hatte der Fürst von Nassau-Usingen eine Konzession für das Spiel in Wiesbaden erteilt. Ab 1810 befand sich die Spielbank im alten Kurhaus. Nachdem ein Reichsgesetz von 1872 die Schließung der Spielbanken zur Folge hatte, konnte das Spiel erst 1949 im Foyer des Theaters wieder aufgenommen werden. Heute befindet sich die Spielbank im ehemaligen Weinsaal des Kurhauses.

Im Auftrag von Kaiser Wilhelm II. wurde das heutige Hessische Staatstheater 1894 von den Wiener Architekten Fellner und Helmer gebaut. Das prunkvolle repräsentative Foyer im Rokoko-Stil wurde 1902 angefügt. Der neobarocke Theatersaal im großen Haus umfaßt 1041 Sitzplätze, das kleine Haus 328 und das Studio 89. Die 1839 erbaute Theater Kolonaden sind geziert von mediterranen Wandbildern und beherbergen kleine Läden. Zusammen mit dem Kurhaus und den Kurhaus Kolonaden bilden sie eine hufeisenförmige Anlage, die das sogenannte "Bowling-Green" umschließt. Zwei dreischalige Kaskaden-Brunnen aus dem Jahre 1856 zieren den Platz, der von über 160 Jahren alten Platanen eingefaßt ist.

Der Kurpark hinter dem Kurhaus wurde 1852 als englischer Garten mit Magnolien, Azaleen, Rhododendron und Sumpfzypressen angelegt. Am Nizzaplätzchen stehen die Säulenreste des alten Kurhauses.

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