| Wiesbaden - Rund um den Landtag |
Das alte Rathaus,
1610 errichtet, ist das älteste Gebäude Wiesbadens. 1892 wurde
das obere Fachwerkgeschoß mit Schweifgiebeln, durch einen
steinernen Aufbau ersetzt. Heute dient das Bauwerk als
Standesamt. Mittelpunkt der Altstadt ist der Schloßplatz, der
seinen Namen im Jahr 1900 erhielt. Zwischen Rathaus und Schloß
befindet sich der Marktbrunnen. Der heute bestehende Brunnen
wurde 1753 von Johannes Bager gestalltet und 1767 an seinen
heutigen Standort versetzt.
Das neue Rathaus an der Südostseite des
Schloßplatzes wurde von 1884 bis 1887 von Georg von Hauberrisser
gebaut. Die 1945 durch Bomben zerstörte Fassade wurde - in
schlichter Ausführung - 1951 wieder aufgebaut. Im Pflaster vor
dem Rathaus sieht man den Reichsadler, flankiert vom nassauischen
Löwen und den Wiesbadener Lilien.
Das Stadtschloß
wurde 1840 als schlichtes Stadtpalais für Herzog Wilhelm von
Nassau im spätklassizistischen Stil erbaut. Es war in
preußischer Zeit beliebter Aufenthaltsort der preußischen
Königs- und der deutschen Kaiserfamilie. Seit 1946 ist es der
Sitz des hessischen Landtages.
Die evangelische
Marktkirche wurde von 1852 bis 1862 von Karl Boos als
neogotische dreischiffige Basilika erbaut. Der Westturm mit einer
Höhe von 92 m macht sie zum höchsten Gebäude der Stadt. Die
Kirche ist der erste reine Ziegelbau im Herzogtum Nassau. Vor der
Marktkirche befindet sich "der Schweiger", ein Denkmal
für Wilhelm von Oranien.
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